Birkholz - ein vergessener Stadtteil?

Veröffentlicht am 20.09.2013 in Ortsverein

Birkholz hieß die letzte Station, zu der der SPD-OV Bernau im Rahmen seiner sommerlichen Ortsteilspaziergänge eingeladen hatte. Anders als Börnicke, Ladeburg, Schönow und Lobetal ist Birkholz lediglich ein Stadt- und kein Ortsteil der Stadt Bernau bei Berlin.
Deshalb haben die Birkholzer auch keinen Ortsvorsteher, der sich für ihre Interessen und Probleme in Bernau stark machen könnte. Von letzteren aber haben die Birkholzer eine ganze Menge

Da wäre zunächst das Raumproblem. Im ganzen Ort steht kein einziger öffentlich zugänglichen Raum zur Verfügung, der für Dorfgemeinschaftsaktivitäten genutzt werden könnte. Sogar die alte Dorfkirche im Herzen des Ortes ist so baufällig, dass der Zugang nur noch über einen Seiteneingang gefahrlos möglich ist. Seit in den 1970er Jahren der alte Kirchturm wegen Baufälligkeit gesprengt wurde, fehlt der Druck auf den Gewölbebogen im Eingangsbereich, der nun in sich zusammenzufallen droht.
Neben der Kirche gibt es zwar ein altes Schulgebäude und für dieses schon seit Jahren eine Baugenehmigung zum Umbau als Dorfgemeinschaftshaus, getan hat sich in Sachen Verwirklichung bisher aber nichts.
Auf Anfrage teilte der Bernauer Bürgermeister lediglich mit, dass dem Ausbau ein bestehendes Mietverhältnis entgegenstünde. Unter welchen Umständen der Mieter in dem offensichtlich unbewohnbaren Haus ohne Wasserver- und Abwasserentsorgung lebt,kann sich auch Hubert Heinrich, Vorsitzender des Fördervereins Dorfkirche Birkholz e.V., der die Besuchergruppe an diesem Abend durch die Gemeinde führt, nur mit viel Phantasie ausmalen.

Zukunftsweisendes gibt es aber am Ortsrand zu bestaunen. Auf dem Gut Birkholz stehen hunderte Milchkühe.
Dass hier trotzdem nichts zum Himmel stinkt, ist dem Engagement des holländischen Unternehmers Vincent Overmars zu verdanken, der auf dem Gelände u.a. eine Bioenergieanlage betreibt und aus der Gülle der Tier Strom gewinnt.

Zurück im Dorfkern werden die Besucher von den Birkholzer Problemen erneut eingeholt. Trockenen Fußes die alte, marode Dorfstraße zu überqueren, in deren Randbereich sich an diesem Abend kleine Seenlandschaften gebildet haben, scheint ein aussichtsloses Unterfangen.
Einen gepflegten Eindruck macht hingegen der großzügig angelegte Spielplatz in der Dorfmitte. Seit aber der Zaun, der die spielenden Kinder von den Autos auf der Dorfverbindungsstraße getrennt hat, einer Heicke gewichen ist, fürchten die Birkholzer, das früher oder später ein Kind unter die Räder geraten könnte. Dieser Gefahr wollten sie mit ihrem Vorschlag, im Bereich des Spielplatzes das Tempo auf 30 km/h zu begrenzen, begegnen.Ihr Vorstoß ist bisher mit dem Verweis auf Nichtzuständigkeit an den Bernauer Rathaustüren abgeprallt.
Elke Keil, SPD-Fraktionsvorsitzende und Jürgen Althaus, Chef der Bernauer Sozialdemokraten, die beide Sitz und Stimme in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung haben, wollen sich der Birkholzer Probleme nun annehmen und auch über die eigenen Parteigrenzen hinweg für Unterstützung werben.

 

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